Bernd Trilling, Vorsitzender

Kontakt:

Carl-Diem-Straße 15

78120 Furtwangen

Telefon + Fax: 07723/929377

Mobil: 0176/82051112

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Ankündigungen Helmut Krinn hat uns für immer verlassen!

Am 27. April 2010 ist unser Genosse, Freund und Weggefährte Prof. Helmut Krinn bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wir vermissen einen kritischen Demokraten. Die Beerdigung findet am Dienstag, 4. Mai 2010, 13 Uhr, Waldfriedhof Stuttgart, statt. Über die evangelische Kirchengemeinde ist ein Mitfahrtdienst organisiert.

Veröffentlicht am 02.05.2010

 

Ankündigungen Mitgliederversammlung 6. 5. 2010

Einladung
zur
öffentlichen Mitgliederversammlung am Donnerstag, 06. 05. 2010, 19:30 Uhr, Gasthaus „Bad“, Baumannstraße 26

Tagesordnung:

1. Ehrung (Otto Hofmann – 50 Jahre in der SPD)
2. Vorstellung der bisher drei SPD-Kandidaten zur Landtagswahl
(Michael Maier, Andreas Raschke, Edgar Schurr) und der beiden Zweitkandidatinnen (Ingrid Class, Silvia Wölfle)
3. Aussprache
4. Wahl der drei Delegierten zur Nominierungskonferenz
5. Verschiedenes

Mit solidarischen Grüßen

gez. Bernd Trilling gez. Uli Hättich
(OV-Vorsitzender) (Schriftführer)

Kontakt: Bernd Trilling, Carl-Diem-Straße 15, 78120 Furtwangen, 07723/929377

Veröffentlicht am 28.04.2010

 

Allgemein Hinweis zur Hompage!

Die Homepage wird z. Z. überarbeitet!

Veröffentlicht am 11.04.2010

 

Politik Kante zeigen!

Esther Strube: „Kante zeigen!" - 01.10.09 / März 2010“

Liebe Genossinnen und Genossen!

Es mag Zufall sein oder Absicht, dass erst jetzt, bald ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl, eine KDK stattfand. Jetzt sind die Köpfe ausgetauscht, die Reihen wieder fest geschlossen. Ich kann Euch aber diese verspätete Wortmeldung nicht ersparen, denn nach der Wahl ist vor der Wahl. Zeit und Anlass Bestandsaufnahme zu machen und Schlüsse zu ziehen. Wir können doch nicht einfach so tun, als wäre nichts gewesen! Dachte ich wenigstens!
Aber schon schlackern wieder die Flügel! Doch „links und rechts“ sind ja ursprünglich Begriffe aus der parlamentarischen Sitzordnung, für mich sind das weder ethische noch politische Kategorien. Im Übrigen: Auch die stolzesten Adlerflügel werden schlapp, wenn der Vogel an Herzverfettung eingeht!
„Kante zeigen“, eine klare Meinung zu haben, darf niemals auf Selbstzerstörung hinaus laufen. Der sogenannte Wahlkampf im Schwarzwald-Baar-Kreis war zum großen Teil ja nicht mal mehr ein „Flügelkampf“, er war eine Farce. Wo kommen wir hin, wenn sozialdemokratische Kandidaten oder Fraktionen, egal auf welcher Ebene, nur noch ihre eigene Suppe kochen, sich in Wagenburgen innerhalb der Partei abschotten? Denn: Hinter jedem Gewählten stehen doch Wähler, die diese Selbstzerfleischung nicht verstehen und sich verzweifelt abwenden. Ihnen sind wir Sachpolitik, sozialdemokratische Sachpolitik, schuldig. Ich will unsere SPD nicht als Mechanismus sondern als lebendigen Organismus verstanden wissen, der Aufbruch möglich macht! Es gibt wahrlich viel zu tun! Rückbesinnung auf die noch immer gültigen sozialdemokratischen Werte ist das Gebot der Stunde. Die lassen sich ja höchstens verdrängen, abschaffen lassen sie sich nicht!
Liebe Genossinnen und Genossen,
Ich bin seit mehr als 40 Jahren in dieser Partei und bin darauf noch immer stolz. Ich gehörte auch einmal zu den Stimm-losen. Dass ich heute diese Wortmeldung verfassen kann, habe ich der Solidarität vieler Genossen und Genossinnen im Schwarzwald-Baar-Kreis, ja in Baden-Württemberg zu verdanken. Ich habe nie vergessen, wer mir Bebels „Frau“ geschenkt hat. „Damals“, um 1970, saßen im OV noch Gewerkschaftler, Facharbeiter und Hilfsarbeiterin neben dem Akademiker. Sie haben der Hilfsarbeiterin nie gesagt, „lass dich beschützen“, sie haben gesagt „trau dich, du kannst das!“ Dieses Miteinander hat mir Selbstvertrauen gegeben, „Learning by doing“ – das hab ich gelernt. Wie leidenschaftlich hab ich die Seminare der Friedrich-Ebert-Stiftung wahrgenommen: Damals! Heute? Wenn überhaupt: Für Zwei Stunden Hoppla hopp-(Turbo-)Seminar einschließlich Diskussion muss ich einen halben Tag unterwegs sein.
Stichwort: vom Hörsaal in den Plenarsaal! Die Partei besteht aus den Parallelwelten der Arbeitsgemeinschaften, großen oder kleinen Machtzentren, sie ist auf dem besten Weg, sich selbst überflüssig zu machen und weiß nicht mal warum! Wie ein „schnittiger, wendiger Rennwagen“ soll sie werden – ein Machtinstrument für einen Steuermann im körpergerechten Pilotensessel? Die Partei ein stromlinienförmiges Instrument?? Ich danke! Solidaritiät, Wir-Gefühl sieht anders aus.
Wenn wir nicht nur bis zum Wahl-Sonntag, sondern eben auch ein Stück weiter in die Anfänge der Sozialdemokratie zurück blenden, die ja aus den sozialen Aufbrüchen der Industrie-Gesellschaft hervor ging, dann müssen wir uns fragen, wo sind
a) in unserer Partei heute die Entrechteten, die „Stimm-losen“? Nehmen wir sie überhaupt noch wahr außer als Wohlfahrtsempfänger, die man kontrollieren muß, ob sie unsere Steuergelder auch bestimmungsgemäß verwenden? Sind sie nicht einfach eine anonyme, statistische Größe, zu der wir keinen Zugang mehr haben, mit der wir aber unser caritatives Selbstwertgefühl pflegen? Gehören sie noch zu uns? Oder wir zu ihnen? Brauchen wir sie nur noch als Alibi für unser Machtstreben?
b) Wo ist Aufbruch? „Nahe bei den Menschen“ „die Menschen draußen im Land“ – so reden „die da oben“. Schlagworte, bei denen ich mich jedes Mal frage ob das denn Außerirdische sind, die sich uns armen Menschlein nähern? Hat es Euch eigentlich noch nie gestört, dass auf Zeit gewählte Bürger, Menschen wie Du und ich, sich unwidersprochen als „Landes-Fürsten“ bezeichnen lassen, dass sie in den einstigen Schlössern der Feudalherren sitzen? Alles ganz selbstverständlich? Das sind Relikte aus vordemokratischen Zeiten! Es geht mir nicht um einzelne Personen, es geht um eine grundsätzliche gesellschaftliche Haltung: Wir da oben – ihr da unten! Ich frage mich immer, wer denn wen vor wem „beschützt“. Die SPD, ja die Linke überhaupt, hat auf ihrem historischen Weg ihren emanzipatorischen Ansatz eingebüßt, eingesargt, sich zur Kümmerer-Partei, zu einer Art Unternehmersgattin des Frühkapitalismus entwickelt.
Wir müssen uns aber bewusst machen, dass an dem Geld, das wir ausgeben, auch Blut klebt. .
c) Unsere Väter und Großväter – auch meine – gehörten zu den frühen Sozialdemokraten, die am Sonntagnachmittag in die Versammlungen gingen – kilometerweit zu Fuß. Auch im Schnee. Sie hatten eine Vision - „unsere Kinder sollen es einmal besser haben“ – besten Gewissens! Und wir – Kinder und Kindeskinder – haben es weiten teils besser. Aber haben wir die Ideen unserer Väter (und Mütter) nicht auch verraten? Wir wurden zur Teilhabe befähigt. Was haben wir daraus gemacht? Ich glaub, so haben sich die frühen Sozialdemokraten das doch nicht vorgestellt! Wir alle haben unser soziales Problem gelöst, die streng hierarchische Gesellschaftsordnung ist durchlässiger geworden, verändert im Sinn von Teilhabe haben wir sie kaum! Die Hierarchie ist geblieben – oben ist oben, unten ist unten! Als die Sozialdemokratie im Lauf ihrer Geschichte Pöstchen und Pfründen zu vergeben hatte, entdeckten gar manche nicht nur ihr Herz für die Armen und Schwachen, sondern auch für das süße Leben. Das gesellschaftliche Hirt-(Schaf)-herde-Modell verkam zum „Anwalt der Armen und Schwachen“. Solidarität verkam wieder zur Caritas – und die haben wir an den Staat delegiert.
Die gesellschaftliche Hierarchie hat sich also kaum geändert, sie ist eher steiler geworden. Besitz und Einkommen, auch an Grund und Boden, werden kaum noch hinterfragt. Auch prominente Mitglieder der Linken stehen auf hochherrschaftliche Villen samt Chefkoch, Designerklamotten und Luxus-Hotels - ohne rot zu werden. Es steht ihnen ja zu! Fragen wir noch nach Kolonialismus, nach den Eigentumsverhältnissen an Regenwäldern, der Montanwirtschaft? Oder auch nur nach dem Erbbaurecht? Wen außer Gernot Erler interessieren „fallierende“ Staaten? Ohne Mitwirkung der SPD konnte Deutschland unmöglich zum drittgrößten Rüstungsexporteur der Welt werden! Wie viele Abgeordnete wohnen noch in der Nähe von Armen und Schwachen? Ihr soziales Problem haben sie ja gelöst. Die Vorstellung der vielen Kandidaten im Vorwärts war vorwiegend selbstbezogen, als sei die Bundesrepublik der Nabel der Welt.
Doch der Mensch lebt halt nicht vom Brot allein! Solidarität kann sich nicht nur aufs materielle Überleben beschränken. Solidarität heißt mündige Teilhabe am Gemeinwesen auch für die „Stimmlosen“, die es ja eigentlich nicht (mehr) geben dürfte, hätte die Sozial-Demokratie ihre historischen Hausaufgaben ordentlich gemacht. Man kann nicht „oben“ und zugleich solidarisch sein. Oben und Unten ergibt niemals „Augenhöhe“. Ich mach´s mal an einer winzigen Frage fest: Muten wir unseren Erstklässlern vielleicht noch einen „gebrauchten“ Schulranzen zu?
Genau da fängt´s doch an!
Ich hab in all den vielen Wahlkämpfen noch was begriffen – wir sollten gegenüber der medialen Zuspitzung auf „Promis“ die Vielfalt der sozialdemokratischen Kompetenzen über die Zeiträume wieder öffentlich, wieder deutlicher machen. Dieses „Zuspitzen“ auf retuschierte Promi-Gesichter und überfüllte Riesensäle mit Tschingderassassa – das sind auch Relikte aus vordemokratischer Zeit. „Wir da oben – ihr da unten!“
Der OV Furtwangen z. B. hat zum „Wahlkampf informativ“ eingeladen, sogar der IG Metall-Vertreter war erfreulicherweise da. Warum wohl ist dieses eigentlich naturgegebene Verhältnis so problematisch geworden?
Liebe Freunde, nur die Sozialdemokratie hatte und hat das – leider großenteils verschüttete –Potential, soziale Teilhabe zu entwickeln. In vielen Bereichen hat sie es eingelöst. Es genügt jetzt aber nicht mehr, einfach „Köpfe“ auszutauschen! Ich sehe diese Partei nicht als „schnittigen Rennwagen“, sondern eher als Baum mit zerzauster Krone aber starken Wurzeln. Lasst uns nach dieser grausamen Wahl gemeinsam fragen, was das wirklich ist - Solidarität handeln können. Solidarität ist was Anderes als Caritas! Wie machen wir die Stimmlosen stimmhaft, mündig? Ich hoffe, dass wir bald wieder eine SPD haben, die die Fragen nach der Mitte, nach dem schlagenden Herzen dieser Partei thematisiert.

Veröffentlicht am 11.04.2010

 

Allgemein Jubiläum

Hans Kaiser, SPD-Beitritt am 1. 1. 1949!

Veröffentlicht am 22.01.2009

 

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